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Denatoniumbenzoat

(Pulver und Granulat oder gelöst in Monoethylenglykol)

Kurzbeschreibung:

Summenformel: C21H29N2O - C7H5O2
Chemische Bezeichnung: Benzyldiethyl(2,6-xylylcarbamoyl)-methylammoniumbenzoat
CAS-Nr. 3734-33-6 - EINECS-Nr. 223-095-2

Quartäre Ammoniumverbindung mit Denatonium als Kation und Benzoesäure als Anion. Weißes, geruchloses Pulver oder Granulat. Der Bitterstoff - bis heute für den Menschen die bitterste bekannte Substanz überhaupt - wird gesundheitsschädlichen oder giftigen Produkten zugesetzt, um deren versehentliche Einnahme durch Kontaktpersonen zu verhindern. Die Dosierung für Endverbrauchsprodukte liegt normalerweise im Bereich von 40-500 ppm/l.

Weitere handelsübliche Bezeichnungen: Lignocaine-Benzylbenzoat, Bitrex(R), Aversion(R).

Anwendungsgebiete:

Als Vergällungs- bzw. Denaturierungsmittel von Ethanol. Der Alkohol ist dann für den menschlichen Genuss nicht mehr geeignet und somit von der Branntweinsteuer befreit. Standard als Ethanol B in Großbritannien und als SDA-1/SDA-40B in den USA.
In Industrieprodukten, z.B. Industriealkoholen, Aromen, Lösungs- und Reinigungsmitteln, Frostschutz auf Glycolbasis, bleihaltigen Farben, Trennmitteln, Entfärbern, Herbiziden, Düngestäbchen
In Haushalts- und Autopflegeprodukten, z.B. Detergenzien und Desinfektionsmitteln, Lufterfrischern, Autowachsen, Scheibenreinigungsflüssigkeiten, Bremsflüssigkeiten
In Kosmetik- und Toilettenartikeln wie Shampoos, Seifen, Haarsprays, Nagellackentfernern, Nagellacken (auch zur Vorbeugung gegen das Nagelkauen)
Als Fernhaltemittel für Tiere, die Bitterstoffe wahrnehmen können - z.B. in Markierungsfarben und Insektenschutzcremes

Gefahrstoffkennzeichnung:


Xn  -  Gesundheitsschädlich

R22-52/53: Gesundheitsschädlich beim Verschlucken. Schädlich für Wasserorganismen, kann in Gewässern längerfristig schädliche Wirkungen haben.
S13-24-36-46: Von Nahrungsmitteln, Getränken und Futtermitteln fernhalten. Berührung mit der Haut vermeiden. Bei der Arbeit geeignete Schutzkleidung tragen. Bei Verschlucken sofort ärztlichen Rat einholen und Verpackung oder Etikett vorzeigen.